KOMMUTATORKONTROLLE FÜR ELEKTROMOTOREN
PROFILKONTROLLE UND -ANALYSE NACH DEM DREHEN
Das System dient zur Analyse der Kommutatorkontur und zur Berechnung der geometrischen Eigenschaften durch ein Filterverfahren, das die Unterbrechungen des Orginalprofils ausblenden kann.
Die Messvorrichtung nimmt die Rotorwelle auf Lagerprismen auf und reproduziert damit die Bearbeitungsbedingung.
DURCHFÜHRBARE MESSUNGEN:
- LAMELLENSPRUNG (BAR TO BAR): Darunter versteht man den Abstand zwischen Kanten zweiter benachbarter Lamellen. Es werden alle Abstände berechnet und der schlechteste wird angezeigt. Die typische Toleranz beträgt 3 µm. Werte außerhalb dieser Toleranz verursachen eine erhebliche Beeinträchtigung der Motorlebenszeit.

- LAMELLENANSTIEG (BAR RISE) – DELTA BAR: Darunter versteht man den Rundlauf jeder einzelnen Lamelle. Es werden alle Rundläufe berechnet und der schlechteste wird angezeigt. Die typische Toleranz beträgt 5 µm. Der Wert ist eng mit dem Werkzeugstatus verknüpft und zeigt an, wenn ein Werkzeugwechsel erfolgen soll.

- RUNDLAUF: Wird unter Berücksichtigung aller Lamellen berechnet. Die typische Toleranz beträgt 10 µm. Der Wert zeigt an, ob die Welle gebogen ist, und zeigt Störungen im Montageprozess.
- KOMMUTATORDURCHMESSER: Die typische Toleranz beträgt 200 µm.
- RUNDHEIT: Die typische Toleranz beträgt 5 µm.

- Winkelversatz zwischen Kommutator (Unterbrechung) und Wicklung. Sind die Wicklungen schräg angeordnet, wird die Kontrolle auf die Stirnseite des Rotors bezogen.
- Rundlauf des Lamellenpakets
- Durchmesser des Lamellenpakets
- Rundlauf der Welle in verschiedenen Bereichen
- Rundlauf der Lagerschultern.
UMRÜSTBARKEIT DER MESSVORRICHTUNG
Die Standardversion kann Rotoren in folgenden Bereichen kontrollieren:
- Lagerdurchmesser: 3 – 17 mm
- Kommutatordurchmesser: 60 mm max.
- Durchmesser des Lamellenpakets: 120 mm max.
- Lagerabstand: 300 mm max.
- Spezialversionen auf Anfrage

Dabei wird der Bediener mittels eines virtuellen Lineals geführt, das alle Positionen der Baugruppen anzeigt, die mittels Sensoren kontrolliert werden.
VORTEILE GEGENÜBER TRADITIONELLEN MESSSYSTEMEN
- Wiederholgenaue Messergebnisse, da der Algorithmus immer gleich ist.
- Der Messprozess ist reproduzierbar, da er nicht von Entscheidungen des Bedieners beeinflusst wird.
- Die Messungen lassen sich individuell durch einfaches Einstellen der Filterparameter für jeden Werkstücktyp definieren.
- Dank der modularen Systemarchitektur lassen sich Optionen standardmäßig implementieren.
- Die Selbstlernmethode ist besonders von Vorteil, wenn verschiedenste Werkstücke im Mixbetrieb gemessen werden sollen.
- Eine Aktualisierung der Software kann online durch Eingabe eines Passworts erfolgen.
- Weltweiter Service
- Post-Process-Funktionen verfügbar.
- Anschlüsse für Netzwerkoperationen wie Datenübertragung, Drucken etc.
- Die aufgenommenen Messdaten lassen sich in das QS-stat- oder Excel-Format für kundenspezifische Darstellungen konvertieren.
- Durch Verwendung eines Einstellmeisters mit Formfehlern (normalerweise im Lieferumfang der Messeinrichtung) lassen sich die Leistungsmermale des Gesamtsystems auf wissenschaftliche Weise bestimmen.
- Die Messvorrichtung basiert als einzige auf der Erfahrung verschiedenster Produkte aller wichtigen Hersteller in verschiedenen Ländern. Der Kontakt mit so vielen Herstellern garantiert die permanente Produktoptimierung entsprechend den allgemeinen Anforderungen.
- Aus diesem Grund wird diese Messvorrichtung als Standard in seinem Anwendungsbereich anerkannt.
- Für Anwendungen mit Pick-and-place- oder Roboterbeladung steht eine spezielle Vorrichtungsversion mit Grundgestell zur Verfügung.

